Gästeflugverordnung ab 1. März in Kraft!

aktualisiert am: 16.02.2017

Nach langem Warten ist die Gästeflugverordnung nun ab 01.03.2017 in Kraft. Die AOPA war an der Gestaltung der Verordnung beteiligt und berichtete darüber mehrmals. Das BGBLA_2017_II_49 wurde am 15.02.2017 veröffentlicht.

Worum geht es dabei? Die Flüge vieler “schwarz” fliegender Urlaubsgäste mit nicht österreichischem Wohnsitz mit ihren Hänge und Paragleitern, denen die Notwendigkeit einer individuellen Einfluggenehmigung entweder gar nicht bekannt ist oder die der Bürokratie der Behörden aus dem Weg gehen, können mit dieser sogenannten GÄSTEFLUGVERORDNUNG legalisiert werden. Dies ist besonders bei Unfällen und / oder Zwischenfällen von besonderer Bedeutung. Sie erlaubt es, neben dieser Gruppe der Hänge- &Paragleiter künftig auch UL’s (Fläche und Gyro) unserer Nachbarn (sowie Kroatien, ausser Schweiz und Italien) auf rechtlich einwandfreier Basis und ohne Begleichung einer Rechnung in Höhe von mehr als 300 € im Jahr in die österreichischen Lufträume G und E einzufliegen. Bisher war dies durch den juristisch vielfach umstrittenen “Gorbach Erlass” und nur für Flächen UL’s möglich.

Kurz zusammengefasst bedeutet die Verordnung für uns:
UL’s unserer Nachbarn (ausser Italien und Schweiz, dafür aber auch Kroatien) dürfen generell und künftig ohne teurem § 18 Bescheid in Österreich betrieben werden, vorausgesetzt man hat den dazugehörigen UL-schein des Registerlandes.

Aufgrund des Einspruchs seitens der AOPA Austria wurde die sogenannte Hauptwohnsitzklausel nicht in die Verordnung aufgenommen. Im ministeriellen Entwurf sollte diese Verordnung nur für Personen mit keinem Hauptwohnsitz in Österreich gültig sein. Wir haben innerhalb der gesetzten Frist auf die darin enthaltene Ungleichbehandlung hingewiesen.

den gesamten Text des BGBLA_2017_II_49 können Sie hier nachlesen.


Das könnte Sie auch noch interessieren