70 Jahre Weiße Möwe Wels, die AOPA Austria gratuliert

aktualisiert am: 17.07.2019

Die Weiße Möwe Wels ist einer der größten Luftsportvereine Österreichs. Mit viel Engangement und Liebe zur General Aviation wurde Wels zu einem der großen Zentren der österreichischen Luftfahrt. Wir waren bei den Feierlichkeiten am 13.07.2019 dabei, und haben ein großartiges Programm genossen.

An diesem stark bewölkten Samstag mit zeitweise leichtem Regen sind wir vom trotzdem gut gelaunten Präsidenten Andreas Grosch herzlich empfangen worden. Wir sind als Gratulanten natürlich nicht mit leeren Händen gekommen. Es wurde eine Fliegertorte und eine Urkunde überreicht.

von links nach rechts: Vizebürgermeister Gerhard Kroiß, Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Präsident Andreas Grosch, Vizebürgermeisterin Christina Raggl-Mühlberger, Stadtrat Klaus Hoflehner, AOPA Kassier Harald Schmid, AOPA Präsident Robert Michl, Vorsitzender des Flugplatzbetriebsausschusses Franz Mayer
Foto: Wolf Ruzicka

Großartiges Rahmenprogramm

Die WMW hat weder Kosten noch Mühen gescheut, ihren Gästen ein tolles Programm zu bieten. Es gab Rundflüge, und Führungen durch das Gelände. Das Festprogramm wurde um 17:00 Uhr vom Präsidenten Andreas Grosch eröffnet. Festreden wurden vom Bürgermeister der Stadt Wels Dr. Andreas Rabl, und dem Vizepräsidenten der WMW, DI Max Hofmann gehalten.

Die Gäste wurden danach mit einem hervorragenden Buffet verköstigt, und wer sich sportlich betätigen wollte wurde in ein Aerotrim (Spacecurl) eingespannt.

Neben den Rundflügen mit Flugzeugen und Helikopter gab es noch eine kleine Sensation:

Der Feuerwehrausrüster Rosenberger rückte mit zwei Flughafen-Löschfahrzeugen ihres Topmodells Panther an. Ein Fahrzeug konnte als Static Display bewundert werden, das zweite Fahrzeug stand für Mitfahrten mit niemand geringerem als Rosenberger Testfahrer Franz Mittermayr zur Verfügung. Wir hatten die Gelegenheit mitzufahren, und die aussergewöhnlichen Leistungen dieses großen und schweren Fahrzeugs zu erleben. Mehr dazu im Video weiter unten.

70 Jahre Geschichte

Am 29. April 1949 wurde die WMW als Segelflug- und Modellbauklub gegründet. Durch kontinuierliches Wachstum, Einbindung der Jugend und durch die Verbesserung des Angebots ist die Mitgliederzahl auf 600 gewachsen.

Seit 1972 ist die WMW auch Halter des Flugplatzes Wels (LOLW). Das ist eine große Herausforderung, der man sich jedoch immer mit großer Verwantwortung vorbildlich gestellt hat. Der Flugmotorenhersteller ROTAX hat LOLW daher nicht nur wegen der geografischen Nähe als Basis seiner Testflotte gewählt.

AOPA Partnerverein

Die WMW ist seit 2017 Partnerverein der AOPA Austria und profitiert von den Vergünstigungen für Partnervereine. Besonders erfreulich ist die Zusammenarbeit und Beteiligung am Themen für die sich die AOPA einsetzt.
Wir freuen uns über die zahlreiche Teilnahme von WMW Mitgliedern an der AOPA Generalversammlung im Mai 2019. Es ist keine Selbstverständlichkeit für eine derartige Veranstaltung einen solchen Weg auf sich zu nehmen.
Die AOPA Austria möchte sich auf diesem Weg nochmals bei allen Teilnehmern bedanken.

Interessante Gespräche

Das Interesse seitens der WMW Mitglieder am Dialog mit der AOPA ist groß, und wir konnten jede Menge an Informationen und Wünsche mitnehmen. Gerne werden wir auch mit redaktionellen Beiträgen mit dem Vereinsmagazin Cumulus kooperieren.

Unser Gespräch mit dem ROTAX Entwickler Sigi Heer war nicht nur technisch aufschlussreich, es wurde auch über eine weitere Veranstaltung in unserer Vortragsreihe „Rusty Pilots“ laut nachgedacht.

Zum Thema Umweltverträglichkeit im Luftsport kam es zu einem sehr aufschlussreichen Gespräch mit Mag. Dr. Alexander Schuster von der OÖ Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Abteilung Naturschutz. Er untersucht seit langer Zeit die Flora und Fauna der Welser Heide auf der das Flugfeld Wels errichtet wurde. Dank dieser Untersuchungen ist LOLW seit 2015 offiziell ein Naturschutzgebiet; sogar ein Europa-Schutzgebiet. Das Schöne daran: Die Weiße Möwe Wels als Flugplatzhalter darf dieses Naturschutzgebiet als Flugplatzgelände, weiter uneingeschränkt nützen.
Die Flugplätze Österreichs erfüllen also neben dem offensichtlichen Zweck auch eine weitere Funktion. Sie sind Lebensraum für Vögel, Wildtiere, Insekten und Pflanzen die flache, offene Flächen bevorzugen. Der Flugverkehr stört diese Lebewesen kaum. Wir werden dazu noch einen Artikel gestalten.

Wir bedanken uns nochmals für die angenehmen Gespräche, und das positive Feedback zu unserer Arbeit. Wir haben auch Vorschläge zur Verbesserung und dem Ausbau unserer Services mitgenommen, diese sind besonders wertvoll für uns.

Videoproduktion: Harald Schmid, Musik: https://www.bensound.com

Wir haben uns auf dem Fest sehr wohl gefühlt, und wünschen der WMW weiterhin viel Erfolg für die nächsten 70 Jahre (oder mehr).

Kassier
Harald Schmid

Präsident
Robert Michl


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Besuch bei der Leiterin der SUB, Frau Dipl.-HTL-Ing. BA Bettina Bogner
Am 23.10.2019 besuchte eine Delegation der AOPA Austria die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) Teilgenommen an der Besprechung haben: SUB:Fr. Bettina Bogner / Leitung der SUBHr. Stefan Kasper / SUB AOPA Austria:Hr. Robert Michl / PräsidentHr. Friedrich Buza / VizepräsidentHr. Herbert Licenik / Schriftführer Zweck des Besuches war die Vorstellung der AOPA Austria unter der neuen Führung und die Erörterung von Möglichkeiten der Kooperation. Die SUB ist für die Untersuchung von Unfällen in der Schifffahrt, mit Seilbahnen, Schienen und Zivilluftfahrzeugen in Österreich zuständig. Das Ziel der Untersuchungen ist die Feststellung der wahrscheinlichen Ursachen und die Ausarbeitung von Sicherheitsempfehlungen. In den Berichten geht es nicht um die Klärung von allfälligen Schuldfragen! In der Vergangenheit war eine starke Unterbesetzung der Dienststelle zu konstatieren, was zu verzögerten Untersuchungen und Veröffentlichungen der Berichte führte. Fr. Bogner leitet die SUB interimistisch seit März 2018 und definitiv seit Februar 2019. Die Dienstelle ist eine nachgeordnete Behörde, daher besteht kein fachliches Weisungsrecht seitens übergeordneter Dienststellen oder seitens des Ministers. Für die Luftfahrt sind dzt. 8 Mitarbeiter zuständig. Bei Bedarf werden externe Stellen für Spezialuntersuchungen hinzugezogen. Auf die Frage nach den häufigsten Ursachen von Flugunfällen nannte Fr. Bogner mangelhafte oder gar fehlende Flugvorbereitung, Fehler bei der Treibstoffplanung (was u.a. zu erhöhtem Druck führt, in grenzwertigem Wetter zu landen), Wetter in alpinem Gelände und den Klassiker Einflug in IMC unter VFR. Die SUB untersucht alle Ereignisse bei denen Verletzte oder Tote zu beklagen sind, und schwere Störungen. Nicht alle gemeldeten Vorfälle führen zu einem kompletten Untersuchungsbericht. Pro Jahr werden tausende Vorfälle gemeldet, es ist eine steigende Meldungskultur zu verzeichnen. Trotzdem möchte die SUB die Scheu vor Meldungen weiter abbauen, um bessere Sicherheitsempfehlungen abgeben zu können. In Zukunft sollen Unfallbeteiligte und Zeugen (soweit möglich) vermehrt in die Untersuchungen eingebunden werden. Jedes Jahr wird von der SUB ein Summary über die Unfälle veröffentlicht. Bei jedem Unfall wird ab Unfalldatum binnen eines Jahres mindestens ein Zwischenbericht veröffentlicht. Die Unfallberichte selbst sind auf der Homepage des BMVIT zu finden: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/sub/luftfahrt/berichte/ Notifications (Kurzdarstellungen) werden nicht veröffentlicht. Die SUB führt keine Untersuchungen bei Unfällen mit Ultralights, Fallschirmen und Paragleitern durch. Segelflug-Unfälle werden aber sehr wohl untersucht. Die SUB ist nicht in das Projekt Sportluftfahrt des BMVIT eingebunden. AOPA Austria regt an, eine Projekt-Kooperation der beiden Dienststellenzu prüfen. Fr. Bogner hat sich am Ende des Gespräches dankenswerter Weise bereit erklärt, einen Vortrag im Rahmen der AOPA Austria Vortragsreihe „Rusty Pilots“ zu halten. Dieser wird am Freitag, den 29.11.2019 um 18:00 stattfinden.Der Ort wird noch festgelegt, die Themen im Detail ebenfalls. Fragen im Vorfeld sind erwünscht. AOPA Austria bedankt sich im Namen des gesamten Vorstandes für das außerordentlich angenehme und konstruktive Gespräch. Herbert LicenikAOPA AustriaSchriftführer

LPC Erleichterungen
Die mit 06.09.2019 veröffentlichte Revision 5 des Zivilluftfahrt-Hinweises (ACG) FCL 7, „Verfahren zum Nachweis der Sprachkompetenz gemäß VO (EU) Nr. 1178/2011 Anhang I (Teil-FCL) FCL.055 (e)", bringt die folgenden Neuerungen mit sich: Sprachkompetenz-Prüfungsverfahren von anderen EASA-Mitgliedsstaaten werden ab sofort seitens Austro Control anerkannt, sofern sie bestimmten Vorgaben entsprechen (siehe Punkt 4.1.1. des ZPH FCL 7, Rev 5), insbesondere ist zu bestätigen, dass die Sprachkompetenzprüfung mindestens einen 15minütigen Dialog mit dem Sprachkompetenzprüfer beinhaltet und eine Audioaufzeichnung der gesamten Sprachkompetenzprüfung angefertigt wurde, welche Austro Control zur Verfügung zu stellen ist. Die Übermittlung der Audioaufzeichnung der gesamten Prüfung an Austro Control dient sowohl der routinemäßigen Aufsicht, wie sie auch bisher schon stattfindet, als auch der Sicherstellung des Einspruchverfahrens in solchen Fällen, in denen jemand mit dem Ergebnis der Sprachkompetenzprüfung nicht einverstanden ist.Am Antrag auf Eintragung eines Sprachenvermerks (FO_LFA_PEL_313_DE_20) ist vom Sprachkompetenzprüfer bzw Language Assessment Body (LAB) zu bestätigen, dass die Sprachkompetenzprüfung unter Einhaltung von VO (EU) Nr. 1178/2011 Anhang I FCL.055 und den dazu erlassenen annehmbaren Nachweisverfahren (AMC) erfolgte sowie einen Dialog von mindestens 15minütiger Dauer enthielt und von der gesamten Prüfung eine Audioaufzeichnung angefertigt wurde.Die Sprachkompetenzprüfung darf zum gleichen Termin, aber nicht in Verbindung mit einer Befähigungsüberprüfung, einer Kompetenzbeurteilung oder einer praktischen Prüfung durchgeführt werden, sofern die Vorgaben gemäß Punkt 4.3.1 des ZPH FCL 7, Rev 5 eingehalten werden, d.h. die Prüfung durch einen LPE (Language Proficiency Examiner) mit einem seitens Austro Control genehmigten Sprachtest abgenommen wird. Für die Lizenzeintragung reicht ein Hand-Endorsement eines FE, das gilt jedoch nicht für Ersteintrag oder Level change! Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an sprachkompetenz@austrocontrol.at"