AOPA Letter Februar/März

veröffentlicht am: 13.03.2018

Liebe Mitglieder!

Ihr könnt den AOPA Letter Februar/März hier herunterladen.
Diesmal findet Ihr auf Seite 32 einen Abenteuer-Bericht über den Flugplatz Courchevel unseres Mitglieds Herbert Paulis.
Viel Spaß beim Lesen!


Das könnte Sie auch noch interessieren

INTERVIEW MIT HERRN DI Mag. AXEL SCHWARZ, Neuer Vorstand der Austro Control GmbH
Herr Prim. Ebm traf als Präsident der AOPA Österreich Herrn DI Mag.Axel Schwarz im Büro der AOPA zum Interview. Herr Schwarz hat technische Physik und Rechtswissenschaften studiert, ist Inhaber eines ATPL und hat auch eine Examiner-Berechtigung. Er ist seit vielen Jahren als IATA-IOSA-Auditor weltweit bei verschiedenen Fluglinien tätig und war von 2005 bis 2008 auch Mitarbeiter der Austro Control GmbH. Herr Schwarz, Ihre Meinung zu den Gebühren der ACG für die General Aviation: Die Kritik an der Höhe der Gebühren für die General Aviation war nicht unberechtigt. Ich stehe daher zu dieser durchgeführten Gebührenabsenkung ab 2019. Die Anhebung der Ultraleichtklasse auf 600 bzw. 650kg soll schon 2019 kommen: Das ist eine sehr positive Entwicklung im Zusammenhang mit dem Projekt zur Förderung der Sportluftfahrt. In diesem Projekt sind viele gute Ideen enthalten, die ich alle voll inhaltlich unterstütze. In diesem Zusammenhang wird auch eine Änderung der Luftfahrtgesetze und -verordnungen notwendig sein, wo man vieles beträchtlich vereinfachen kann. Österreich ist eines der wenigen Länder mit einer absoluten Betriebsleiterpflicht auf Flugfeldern. Es scheint nun so, dass auch hier eine Änderung möglich ist: Auch diese Änderung erachte ich für sehr sinnvoll. In Österreich war man in der Vergangenheit bei diesem Thema immer sehr zurückhaltend. Es bedarf sicherlich einer gewissen Eingewöhnung, und wir müssen auch berücksichtigen, dass im Falle eines Unfalls diese Erleichterung in der Öffentlichkeit rasch negativ wahrgenommen werden kann. Deshalb würden wir eine gänzliche Abschaffung der Betriebsleiterpflicht derzeit sicher nicht umsetzen können. Geplant war, bis 10.000 Landungen pro Jahr im Schnitt der letzten 3 Jahre eine Ausnahme von der Betriebsleiterpflicht zu gestatten. Darüber ist jedoch noch eine Diskussion in Gange. Jedenfalls war ich immer dafür. Ein besonders heikler Punkt ist der Language Proficiency Test, wo Österreich das wohl aufwendigste und komplizierteste Prüfungssystem aller EASA-Länder hat: Meiner Meinung nach wurde hier über das Ziel hinaus geschossen und die Regeln für Language Proficiency sollten in die ZLPV aufgenommen werden. Weiters sollte es zu einer Trennung von "Software" und "Hardware" bei Funkerzeugnissen kommen, wobei der theoretische und rechtliche Teil im Rahmen einer Theorieprüfung abgelegt wird und die Praxisprüfung im Zusammenhang mit einem Prüfungsflug an Bord erfolgt. Die Sprachkompetenz, quasi als "Software" würde dann vom Funkerzeugnis unabhängig. Aufgrund der Vorschriften der EASA ist bei der Erstausstellung der Sprachkompetenz ein LAB einzubinden. Die Verlängerung der Language Proficiency wurde jedoch wesentlich schwerer gemacht als aufgrund der EASA Vorgaben notwendig. Hier könnte eine Einzelprüfung im Rahmen eines Checkfluges ausreichen. Zusätzlich bräuchten wir eine Regelung, welche ausländischen Zeugnisse über Sprachkompetenz anerkannt werden können. Ausländische Sprachkompetenzen werden derzeit bei uns nicht eingetragen, was dazu führt, dass zB Piloten, die in ihrem Heimatland einen Level 6 in ihrer Muttersprache halten, diesen nicht in die österreichische Lizenz übernehmen können. Weiters bin ich der Meinung, dass ein Rating für die Language Proficiency Prüfer alle 3 Jahre genügen sollte. Ein kürzerer Zeitraum ist durch nichts zu argumentieren. Mein Ziel ist es auch diese Änderung im Jahre 2019 voranzutreiben. Weitere PBN-Verfahren in Österreich: Das wird von mir unterstützt, und jeder wird bei Austro Control hierfür sicherlich offene Türen vorfinden. Die Kosten von ca. 35.000,-- Euro sind jedoch für manche Flugplatzhalter eine Hürde. Sehr geehrter Herr Schwarz, danke für dieses Interview und es freut uns, dass Sie auch schon ein langjähriges Mitglied der AOPA Austria sind, genauso wie Herr Minister Hofer auch AOPA-Mitglied ist. Prim. Dr. Walter Ebm Präsident AOPA Austria