Part M-Light tritt am 24.03.2020 in Kraft

aktualisiert am: 23.10.2019

Aufgrund von Fragen meherer AOPA Mitglieder haben wir bei der Austro Control nachgrefragt wie es mit der Einführung des Part M-Light aussieht. Wir danken der ACG für die rasche Antwort, und wollen Euch diese nicht vorenthalten.

Der Part M-Light wurde von der EU als Vorschrift 2019/1383 am 4. Sept 2019 herausgegeben und tritt am 24. März 2020 in Kraft. Ab diesem Datum ist ein Instandhaltungsprogramm nach Part M Light möglich und kann entsprechend dieser Vorschrift durch den Halter, oder wenn die Aufsicht an eine Organisation (CAMO/CAO) übertragen wurde durch diese erstellt werden.

(see Reg. (EU) 2019/1383)

Derzeit gibt es noch kein AMC/GM Material das für die Erstellung hilfreich ist, dieses sollte aber jedenfalls  bis März 2020 von der EASA herausgegeben werden. Darin sind auch Informationen die bei TBO Überschreitungen zu beachten sind, jedenfalls liegt die Verantwortung für die Überschreitung beim Halter, bzw. der CAMO.

Eine Genehmigung durch die nationale Luftfahrtbehörde oder darüber hinausgehende zusätzliche Vorgaben der ACG sind nicht vorgesehen oder beabsichtigt.

Die Überprüfung der Richtigkeit und Vollständigkeit des Instandhaltungsprogrammes erfolgt im Rahmen des jährlichen Airworthiness Review.


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Besuch bei der Leiterin der SUB, Frau Dipl.-HTL-Ing. BA Bettina Bogner
Am 23.10.2019 besuchte eine Delegation der AOPA Austria die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) Teilgenommen an der Besprechung haben: SUB:Fr. Bettina Bogner / Leitung der SUBHr. Stefan Kasper / SUB AOPA Austria:Hr. Robert Michl / PräsidentHr. Friedrich Buza / VizepräsidentHr. Herbert Licenik / Schriftführer Zweck des Besuches war die Vorstellung der AOPA Austria unter der neuen Führung und die Erörterung von Möglichkeiten der Kooperation. Die SUB ist für die Untersuchung von Unfällen in der Schifffahrt, mit Seilbahnen, Schienen und Zivilluftfahrzeugen in Österreich zuständig. Das Ziel der Untersuchungen ist die Feststellung der wahrscheinlichen Ursachen und die Ausarbeitung von Sicherheitsempfehlungen. In den Berichten geht es nicht um die Klärung von allfälligen Schuldfragen! In der Vergangenheit war eine starke Unterbesetzung der Dienststelle zu konstatieren, was zu verzögerten Untersuchungen und Veröffentlichungen der Berichte führte. Fr. Bogner leitet die SUB interimistisch seit März 2018 und definitiv seit Februar 2019. Die Dienstelle ist eine nachgeordnete Behörde, daher besteht kein fachliches Weisungsrecht seitens übergeordneter Dienststellen oder seitens des Ministers. Für die Luftfahrt sind dzt. 8 Mitarbeiter zuständig. Bei Bedarf werden externe Stellen für Spezialuntersuchungen hinzugezogen. Auf die Frage nach den häufigsten Ursachen von Flugunfällen nannte Fr. Bogner mangelhafte oder gar fehlende Flugvorbereitung, Fehler bei der Treibstoffplanung (was u.a. zu erhöhtem Druck führt, in grenzwertigem Wetter zu landen), Wetter in alpinem Gelände und den Klassiker Einflug in IMC unter VFR. Die SUB untersucht alle Ereignisse bei denen Verletzte oder Tote zu beklagen sind, und schwere Störungen. Nicht alle gemeldeten Vorfälle führen zu einem kompletten Untersuchungsbericht. Pro Jahr werden tausende Vorfälle gemeldet, es ist eine steigende Meldungskultur zu verzeichnen. Trotzdem möchte die SUB die Scheu vor Meldungen weiter abbauen, um bessere Sicherheitsempfehlungen abgeben zu können. In Zukunft sollen Unfallbeteiligte und Zeugen (soweit möglich) vermehrt in die Untersuchungen eingebunden werden. Jedes Jahr wird von der SUB ein Summary über die Unfälle veröffentlicht. Bei jedem Unfall wird ab Unfalldatum binnen eines Jahres mindestens ein Zwischenbericht veröffentlicht. Die Unfallberichte selbst sind auf der Homepage des BMVIT zu finden: https://www.bmvit.gv.at/verkehr/sub/luftfahrt/berichte/ Notifications (Kurzdarstellungen) werden nicht veröffentlicht. Die SUB führt keine Untersuchungen bei Unfällen mit Ultralights, Fallschirmen und Paragleitern durch. Segelflug-Unfälle werden aber sehr wohl untersucht. Die SUB ist nicht in das Projekt Sportluftfahrt des BMVIT eingebunden. AOPA Austria regt an, eine Projekt-Kooperation der beiden Dienststellenzu prüfen. Fr. Bogner hat sich am Ende des Gespräches dankenswerter Weise bereit erklärt, einen Vortrag im Rahmen der AOPA Austria Vortragsreihe „Rusty Pilots“ zu halten. Dieser wird am Freitag, den 29.11.2019 um 18:00 stattfinden.Der Ort wird noch festgelegt, die Themen im Detail ebenfalls. Fragen im Vorfeld sind erwünscht. AOPA Austria bedankt sich im Namen des gesamten Vorstandes für das außerordentlich angenehme und konstruktive Gespräch. Herbert LicenikAOPA AustriaSchriftführer

LPC Erleichterungen
Die mit 06.09.2019 veröffentlichte Revision 5 des Zivilluftfahrt-Hinweises (ACG) FCL 7, „Verfahren zum Nachweis der Sprachkompetenz gemäß VO (EU) Nr. 1178/2011 Anhang I (Teil-FCL) FCL.055 (e)", bringt die folgenden Neuerungen mit sich: Sprachkompetenz-Prüfungsverfahren von anderen EASA-Mitgliedsstaaten werden ab sofort seitens Austro Control anerkannt, sofern sie bestimmten Vorgaben entsprechen (siehe Punkt 4.1.1. des ZPH FCL 7, Rev 5), insbesondere ist zu bestätigen, dass die Sprachkompetenzprüfung mindestens einen 15minütigen Dialog mit dem Sprachkompetenzprüfer beinhaltet und eine Audioaufzeichnung der gesamten Sprachkompetenzprüfung angefertigt wurde, welche Austro Control zur Verfügung zu stellen ist. Die Übermittlung der Audioaufzeichnung der gesamten Prüfung an Austro Control dient sowohl der routinemäßigen Aufsicht, wie sie auch bisher schon stattfindet, als auch der Sicherstellung des Einspruchverfahrens in solchen Fällen, in denen jemand mit dem Ergebnis der Sprachkompetenzprüfung nicht einverstanden ist.Am Antrag auf Eintragung eines Sprachenvermerks (FO_LFA_PEL_313_DE_20) ist vom Sprachkompetenzprüfer bzw Language Assessment Body (LAB) zu bestätigen, dass die Sprachkompetenzprüfung unter Einhaltung von VO (EU) Nr. 1178/2011 Anhang I FCL.055 und den dazu erlassenen annehmbaren Nachweisverfahren (AMC) erfolgte sowie einen Dialog von mindestens 15minütiger Dauer enthielt und von der gesamten Prüfung eine Audioaufzeichnung angefertigt wurde.Die Sprachkompetenzprüfung darf zum gleichen Termin, aber nicht in Verbindung mit einer Befähigungsüberprüfung, einer Kompetenzbeurteilung oder einer praktischen Prüfung durchgeführt werden, sofern die Vorgaben gemäß Punkt 4.3.1 des ZPH FCL 7, Rev 5 eingehalten werden, d.h. die Prüfung durch einen LPE (Language Proficiency Examiner) mit einem seitens Austro Control genehmigten Sprachtest abgenommen wird. Für die Lizenzeintragung reicht ein Hand-Endorsement eines FE, das gilt jedoch nicht für Ersteintrag oder Level change! Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an sprachkompetenz@austrocontrol.at"